Online-Games werden in den USA zum Politikum

In den USA stehen Online-Zockern unter Umständen ungemütliche Zeiten bevor. Die Kandidaten der Republikanischen Partei für die nächsten US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016, haben es sich offenbar zum Ziel gemacht, die Legalisierung von Online-Gaming, aber auch Glücksspiel allgemein, weiter einzuschränken. Wie auch die anderen sieben Anwärter aus seiner Partei, die offiziell ihre Kandidatur zur Findung des republikanischen Kandidaten für die Endwahl um den Sitz im Weißen Haus angekündigt haben, hat sich nun auch Rick Santorum erneut gegen das Gaming ausgesprochen.

Der ehemalige Senator von Pennsylvania, der als größter Hoffnungsträger der Republikaner gilt, betonte zwar, den Einfluss des Staates weiterhin möglichst beschränken zu wollen – die Glücksspielindustrie nahm der Konservative davon aber betont aus. Besonders das Zocken im Web ist Santorum und seinen Kollegen ein Dorn im Auge. Dass sie sich damit sogar gegen ihre eigenen Grundsätze des freien Marktes, Kapitalismus und weniger staatlichem Eingreifen stellen, ist den Republikanern dieser Punkt auf dem Wahlprogramm scheinbar wert.

Selbst bei in Amerika viel diskutierten Themen wie der Gesundheitsversorge, setzen die Republikaner auf eine liberale Einstellung. Wenn es allerdings um Poker, Roulette oder Black Jack auf Online-Plattformen geht, hört für Santorum der Spaß auf. Sogar ein Verbot sei daher vorstellbar. Santorum betonte bereits mehrfach, welchen Groll er gegen die Gaming-Welt hegt. Der „Las Vegas Sun“ sagte er: “Freiheit ist nicht absolut, denn es gibt immer Einschränkungen.“

Der Ex-Senator: „Es gibt bestimmte Dinge, die viele Leute in der Tat eine Menge Geld kosten, manchmal vielleicht sogar ihr Leben oder ihr Glück.“ Santorum will da nicht tatenlos zusehen. „Genau das ist auch der Grund, warum wir das Glücksspiel regeln werden”. Für Zocker und Gaming-Freunde geht es damit bei der anstehenden Wahl in den Staaten um mehr als nur um den neuen Präsidenten – denn nach den jüngsten Ansagen müssen sie wohl oder übel um die Ausübung ihres Hobbies fürchten.

Top